IA Konferenz 2012 in Essen

Vom 10. bis 12. Mai 2012 fand in der Zeche Zollverein in Essen die 6. Deutsche Konferenz für Informationsarchitektur statt. Die dreitägige Konferenz war ein international angehauchtes Branchentreffen der deutschen UX (User Experience) Szene. 

Wir waren dieses Jahr Sponsor der Konferenz. Michael, Markus und ich waren vor Ort. Zum Eindrücke sammeln, Weiterbilden, Kollegen kennenlernen, Netzwerken... Soviel vorab: Es hat sich gelohnt!

Media_httpdistilleryi_xdbab

Media_httpdistilleryi_fabdf

 

Themenschwerpunkt Content Strategy

Neben renommierten eingeladenen Guest Speakern und "Stars" der IA-Szene wie Peter Morville, Margot Bloomstein oder Jonathan Kahn gab es auch zahlreiche deutsche Vorträge rund um die Themen Informationsarchitektur, User Experience Design und Content Strategy (diesjähriger Themenschwerpunkt). Die Konferenz und die Workshops (am ersten Tag) fanden im Casino der Zeche Zollverein und im red dot design museum statt.

Media_httpdistilleryi_caace

Der Workshop von Margot Bloomstein unter dem Motto "Content Strategy: What, Why, Why Should You Care?" war sehr interessant und aufschlussreich. Für eine sinnvolle Content Strategy müssen zuallererst die "Message Architecture" und "Communication Goals" erarbeitet festgelegt werden.

Read the rest of this post »

TYPO3Camp Stuttgart 2012

Vom 27.4. bis 29.4.2012 fand im Schloss Hohenheim zum zweiten Mal das TYPO3 Camp Stuttgart statt. Es trafen sich wieder viele TYPO3-Interessierte, um in den Sessions ihr Wissen zu teilen oder zu vertiefen. In den Zeiten zwischen oder nach den Sessions gab es viele Möglichkeiten, neue Bekanntschaften zu machen oder auch alte Bekannte wiederzutreffen und sich über alles zum Thema TYPO3 auszutauschen. Die digiparden waren – wie im letzten Jahr – einer von sechs Premium-Sponsoren und wurden vor Ort von Alexander, Astrid, Christian C., Christian H. und Kerstin vertreten.

_titelbild

Wie bei BarCamps üblich wurde zu Beginn der Veranstaltung erst einmal entschieden welche Vorträge gehalten werden. Da ein BarCamp von der Beteiligung aller Teilnehmer lebt, kann jeder einen Vortrag halten und darüber mitentscheiden, über welche Themen referiert werden soll. Wie schon im letzten Jahr gab es auch dieses Jahr wieder eine große Auswahl an Vorträgen, so dass für jeden das Passende dabei war. Themen waren zum Beispiel TYPO3-Grundlagen, TYPO3-Extensions, SEO-Optimierung oder auch E-Shops. Auch Alexander hielt gleich nach der Session Planung seinen Vortrag zum Thema Internationalisierung vor einem interessierten Publikum. Die dreistündige Version des Vortrags hatte Alexander schon auf den T3DD gehalten. Mehr darüber im dazugehörigen Blogpost.

P1020750_b

In den Pausen sorgte sich Esskultur um das leibliche Wohl der Teilnehmer. Am Samstagabend gab es auf der Party leckere Cocktails, die von Patrick Lobacher und Volker Graubaum gemixt wurden. Manche behaupten, sie würden nur wegen der guten Verpflegung zum TYPO3Camp nach Stuttgart kommen. ;-)

Alles in allem war das Camp auch dieses Jahr wieder eine gelungene und informative Veranstaltung. Unser Dank gilt allen Organisatoren für diese schönen Tage!

Unter typo3camp-stuttgart.de gibt es noch mehr Informationen, sowie Links zu Vorträgen und anderen Berichten. Auf der Website wird man später auch die Videos, die bei verschieden Sessions gedreht wurden, finden.

(download)

TYPO3 Developer Days 2012

Vom 12. bis 15. April fanden die TYPO3 Developer Days 2012 (T3DD12) in München statt. Aus diesem Grund machten sich die digiparden Kerstin und Alexander auf in die bayerischen Landeshauptstadt.

6932872980_d788451b65_o

Bild: www .flickr .com/photos/typo3/6932872980 von typo3.press

Nach der Keynote von Ben van’t Ende stellte Alexander seinen Workshop zum Thema Internationalisierung mit TYPO3 vor. Nach dem Vortrag entstand unter den Teilnehmern eine rege Diskussion über die verschiedenen Probleme und Herausforderungen in Internationalisierungsprojekten. Alle waren sich jedoch darüber einig, das mit TYPO3 ein hervorragendes CMS zur Lokalisierung von Internetseiten zur Verfügung steht.

Die Folien zu Alexanders Vortrag gibt es auch hier auf Slideshare.

An allen 4 Tagen wurden sehr interessante Workshops und Vorträge angeboten. Kerstin und Alexander konzentrierten sich auf die Themen Kanban, Git, PHPUnit und Deployment. Zwischen den Workshops und abends beim „Social Event” wurde mit anderen Entwickler gefachsimpelt und Ideen ausgetauscht.

Wie schon im letzten Jahr in der Schweiz, verließen wir auch dieses Jahr die Developer Days mit viel neuem Wissen und Motivation für TYPO3. Wir haben alte Freunde wiedergetroffen und neue Freunde kennen gelernt. Wir freuen uns schon auf die nächsten DevDays.

Vielen Dank an die typovision GmbH für die tolle Organisation!

Keep on rocking TYPO3

 

FLOW3 EXPERIENCE

Am Wochenende fand die weltweit erste FLOW3 Konferenz statt. FLOW3 bildet die Basis für das kommende TYPO3 Phoenix und wurde im Oktober letzten Jahres als eigenständiges PHP-Framework in der ersten stabilen Version veröffentlicht.

2012-03-31-13_2
Die digiparden setzen FLOW3 seit dem 1.0 Release erfolgreich in der Applikationsentwicklung ein und unterstützen daher die Veranstaltung als Premium Sponsor. Astrid und Kerstin (Frauenpower ;-)) von den digiparden, machten sich auf in das oberbayerische Kolbermoor, um an der FLOW3 EXPERIENCE (F3X) teilzunehmen. Organisiert von der Internetagentur TechDivision bot das Kesselhaus, ein ehemaliges Industriegebäude, die Kulisse für eine rundum gelungene Veranstaltung.

In seiner Keynote gab Robert Lemke einen Einblick in die aktuelle Entwicklung, Ausblick auf neue Features in kommenden Versionen und stellte bereits mit FLOW3 umgesetzte große Projekte vor. Die Vorträge, größtenteils von den Core-Entwicklern gehalten, boten eine bunte Mischung aus unterschiedlichen Themen rund um FLOW3 wie Setup, Deployment, Persistenz, Fluid, Sessionhandling und Security. Auch Sebastian Kurfürst, Mitglied des TYPO3 Core-Teams, hielt einen Vortrag zum Thema Fluid. Das Video dazu kann man sich hier ansehen.
Daneben stand das Core-Team Rede und Anwort und es gab Einblicke in die Konzepte von TYPO3 Phoenix mit TypoScript 2.0. Natürlich durfte am Abend auch die FLOW3-Party in dieser wirklich tollen Location nicht fehlen.

2012-03-31-13

 Es war schön zu sehen, wie viele sich bereits mit FLOW3 beschäftigen und wie erfolgreich sich das Framework entwickelt und so fuhren unsere Astrid und Kerstin motiviert und mit vielen neuen Impulsen wieder nach Hause.

Wir danken dem Orga-Team, den Sprechern und allen die dabei waren und die F3X zu einer wirklich tollen Veranstaltung gemacht haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, kann unter www.flow3experience.de/media demnächst noch etwas F3X-Luft schnuppern.

 

(download)

Projektvorstellung Multiscreen Experience

Von Wolfram Nagel

Im Januar habe ich das Projekt "Multiscreen Experience" beim Season Opening der IxDA (Interaction Design Association) im Betahaus in Berlin vorgestellt. Das Interesse war extrem hoch (doppelt so viele Teilnehmer wie sonst üblich) und die Veranstaltung war quasi ausgebucht. Das belegt auch die Relevanz des Themas.

Die Gerätelandschaft wird immer dynamischer und fragmentierter. Viele Anwender werden zukünftig mehrere verschiedene Endgeräte (gleichzeitig) benutzen. Informationen müssen also für alle relevanten Geräte und Ausgabekanäle angeboten werden. Das wiederum bedeutet, dass jedes Projekt generell für mehrere Screens und Ausgabekanäle gedacht und konzipiert werden muss, um dem Anwender eine möglichst „fließende Multiscreen Experience“ zu bieten.

Die Folien des Vortrags sind bei Slideshare bereit gestellt.

Media_httpdistilleryi_uhwag

Bethaus, Berlin: Viel mehr Leute hätten nicht rein gepasst (http://instagr.am/p/gUYOd)

 

Media_httpdistilleryi_adgdy

Wolfram referiert über Multiscreen (http://instagr.am/p/gw2HA/)

Zwei Wochen später stellte ich das Projekt auch noch an der Hochschule der Medien in Stuttgart im Kurs "Mobile Content" von  Prof. Dr. Gottfried Zimmermann vor.

Das Feedback war bei beiden Veranstaltungen sehr positiv. Die Qualität der Aufbereitung scheint gelungen. Für das kommende Semester ist bereits ein weiterer Vortrag an der HdM in Stuttgart geplant – dann natürlich wieder mit aktuellsten Erkenntnissen aus diesem sehr dynamischen und spannenden Themenfeld.

Wenn Sie Interesse am Thema Multiscreen (Strategy) oder Fragen zum Vortrag haben, können Sie sich jederzeit gerne bei uns melden oder direkt eine E-Mail an Wolfram Nagel senden.

Wolfram beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Thema Multiscreen. Inzwischen wurde aus der ehemaligen Master-Thesis und dem dabei entstandenen „Multiscreen Experience Toolkit“ ein fortlaufendes Projekt, das von den digiparden unterstützt wird.

MobX Conference in Berlin

Am 17. und 18. November fand die MobX Conference in Berlin statt. Sie stand unter dem Motto "Mobile Experience Design & Usability – Meet the Experts". Und es war tatsächlich ein Expertentreffen. Vor allem die Speaker waren durchweg erste Sahne! 

Dc2e065c140f11e19896123138142014_7
Am ersten Tag fanden Workshops statt. Ich hatte mich für die Sessions von Josh Clark (Designing for Touch), sowie Rod Farmer und Gabriel White (Prototyping Mobile Experiences) angemeldet. Das war absolut inspirierend. Die Leute verstehen ihr Handwerk und können es zudem sehr verständlich rüber bringen.

Die eigentliche Konferenz fand am zweiten Tag in einer tollen Location statt. Die anwesenden Speaker gehören – wie schon erwähnt – zum Who is Who der Branche. Die Vorträge waren klasse und haben sich thematisch sehr gut ergänzt. Obwohl es vom Titel her eine "Mobile"-Konferenz war, behandelte jeder Vortrag irgendwie und zwangsläufig auch die Thematik "Multiscreen". Content Strategy war darüber hinaus ein weiteres großes Thema. Wie sollten Inhalte sinnvoll und kontextbezogen auf mehrere Kanäle (Touchpoints oder Viewports) verteilt werden? Und zwar so, dass sie sich ideal dem Bedürfnis des Anwenders anpassen. Die Vorträge von Josh Clark und Karen McGrane waren in diesem Zusammenhang hoch interessant.

Ein paar Notizen und Zitate dazu:

Josh Clark:

  • Managing complexity doesn't mean offer all the information at one time.
  • Use a common back-end. Content and API first!
  • Your product is a service (not an app, a website or a product).
  • Separat content from output (TV, print, web)

» Metadata is the new Art Direction.­ «

       (Zitat von Ethan Resnick)

Karen McGrane:

  • Write for the chunk, not for the page.
  • Demistify metadata
  • We need better CMS workflows
  • Let's make CMS workflows easier to use
  • Separat content from form.
  • Shopping workflows are accurately analyzed, CMS and back-end workflows are NOT!

» This is a war people! We cannot make the blobs win! «

       (Karen McGrane zum Thema "blobs vs. chunks")  

Schöne Randnotiz: Rod Farmer hat in seinem Vortrag über "Multi-device experience strategy" unzählige Grafiken aus unserer Master-Thesis verwendet und diese auch mehrfach erwähnt.

Das Format der Konferenz verzichtete auf die üblichen Fragen und Antworten nach jedem Vortrag. Jeder Speaker hatte ca. 30 Minuten, danach folgte der nächste. Nach zwei Speakern war eine lange Pause, die für Networking und persönliche Gespräche genutzt werden konnte. Das kam der Qualität der Konferenz extrem zu gute.

Die Konferenz war super (siehe auch Feedback der Teilnehmer)! Ich traf viele nette und kompetente Leute treffen und hatte eine Menge Spaß. Danke an alle Teilnehmer, Speaker und natürlich die Organisatoren! Freue mich schon auf nächstes Jahr...

Auf Storify hab ich die besten Kommentare, Tweets, ausgewählte Fotos und meine Notizen zur Konferenz zusammengefasst (englisch). Enjoy it!

World Usability Day in Stuttgart

Wud_dgp_eingang

Am 10. November fand in Stuttgart der 7. World Usability Day statt. In 43 Ländern mit über 200 Veranstaltungen wurde gleichzeitig Wissen unter Fachleuten, Studenten und Laien ausgetauscht und diskutiert. Dem Besucher in Stuttgart wurde in ca. 25 Vorträgen, Workshops und einer Ausstellung näher gebracht, wie man Technik einfach und leicht benutzbar macht. Über Grundlagen bis hin zu Expertenwissen, konnte man sich so einiges an Wissen aneignen. Wir, Florian und Melanie von den digiparden, waren mit dabei und haben uns einige Vorträge angesehen.
Wud_dgp_vortrag_petrovic
Es geht los

Nach der Eröffnung durch Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, startete der erste Vortrag von Kostanija Petrovic über holistische (ganzheitliche) Usability. Dieser Prozess beschreibt verkürzt ein Produkt zu entwickeln, welches Freude bei der Bedienung bereitet (User Experience), da es einfach und unkompliziert zu handhaben ist. So beschrieb sie zum Beispiel die Software von SAP als Spaten ohne Griff. Es können noch so viele Möglichkeiten in einem Produkt stecken, es bringt nichts, wenn der User diese nicht oder nur erschwert nutzen kann.


Im darauf folgenden Vortrag „Usability Grundlagen, Berichte aus der Praxis“ von Christian Richter (www.c2web.de), wurden einem noch einmal die Grundlagen von guter Benutzbarkeit vermittelt. Zum Beispiel wurde aufgezeigt, welche Teile des Bildschirms beim Aufruf einer Seite vom Nutzer zuerst fokussiert werden und welche Inhalte dort anzusiedeln sind. Dies lässt sich anhand des „goldenen Dreiecks“, welches via Eye Tracking ermittelt wurde, sehr gut veranschaulichen.

Wud_dgp_word
Mit Word 2003 war das noch möglich...

 

Weiter ging es mit einem Referat über die Entwicklung und Markteinführung einer neuen Benutzeroberfläche für eine Anwendersoftware. Jeannine Kraft veranschaulichte den Prozess, wie Leomedia eine neue grafische Software-Benutzeroberfläche (GUI) für Zeitungsverlage entworfen hat. Von den einzelnen Herausforderungen, wie ambivalente Nutzergruppen, verschiedene Wortlängen in verschiedenen Sprachen, bis hin zur Einführung auf dem Markt, erklärte sie alle Schritte. Auch aus welchen Fehlern das Unternehmen gelernt hatte, wurde von ihr sehr schön erläutert. Zum Beispiel sollten bei der nächsten Entwicklung einer Software viel früher Usability-Tests gemacht werden. Diese wurden bei der aktuellen Version des Programms vernachlässigt.
Die Folien der Präsentation können hier eingesehen werden.  

 

Suchmaschinen richtig füttern

„Texten fürs Internet - so füttert man Suchmaschinen“ lautete der Titel des Vortrags von Nadine Koltsch. Sie erklärte in verständlichen Worten, wie eine Website strukturiert sein muss und welche Fehler man besser vermeidet. So sind lange Schachtelsätze, der Nominalstil und Anglizismen zu umgehen. Des Weiteren sollten Texte für Laien stets verständlich bleiben. Ein einfacher und interessanter Schreibstil, so wie die Aktualität eines Artikels sollten selbstverständlich sein. Ein weiterer Tipp: Fachbegriffe gehören auf die Detailseiten, da nach diesen Begriffen in der Regel kaum ein Mensch sucht.

 

Produkte die uns verzaubern

Eines der Highlights auf dem World Usability Day, war für uns die Präsentation von Manfred Dorn (Phoenix Design Stuttgart): „Das magische Produkt. Wenn Qualität anziehend wirkt.“ Wie entsteht Anziehungskraft, Ausstrahlung und Emotionalität von Produkten, die jeder haben möchte? Nicht nur Perfektion, Präzision und Qualität spielen hier eine sehr große Rolle. Reduktion, Reduktion und noch einmal Reduktion scheint hier das Schlüsselwort zu sein.
Es müssen aber auch Kompromisse zwischen Komplexität und Vereinfachung eingegangen werden. Dies zeigte Manfred Dorn am Beispiel einer Fernbedienung für ein TV-Gerät von LOEWE. Hier wurden so viele Tasten wie nötig, aber so wenige wie möglich eingefügt, um dem Konsumenten eine möglichst übersichtliche und einfach zu nutzende Fernbedienung zu liefern.
Auch die Beispiele eines Touch-Pannels für einen Dampfkessel von Vissmann und die Bedienoberfläche der elektronischen Duschsteuerung Rainbrain, wurden dem Zuhörer näher gebracht, inklusive Erläuterung, welche Gedanken dahinter steckten. So wurde bei der Duschsteuerung darauf geachtet, dass diese auch mit Schaum in den Augen noch gut lesbar ist. Das Touch-Pannel des Dampfkessels soll durch einen virtuellen Blick ins Innere des Kessels, Emotionen beim Nutzer erzeugen. Der Referent zeigte anhand der vielen Entwicklungsschritte auf, dass es durchaus ein langer Weg ist, bis ein solch "Magisches Produkt" endlich am Markt platziert werden kann.  

Keine Langeweile in den Pausen

In den Pausen wurde uns digiparden auch so einiges geboten. Es konnten zahlreiche Stände zu den Themen Gebrauchstauglichkeit von Produkten und alternative Bedienkonzepte besucht werden. So konnte beispielsweise eine Zeitleiste, die auf Monitoren angezeigt wurde, allein durch die eigene Körperposition gesteuert werden.
Mit Hilfe des Fahrradkonfigurators von ROSE, konnte an einem riesigen Touch-Display, ein passendes Rad zusammengestellt. Auch die von Phoenix Design vorgestellten Touch-Pannels, konnten getestet und bestaunt werden.

Wud_dgp_koerpersteuerung

Auf den Bildschirmen konnte die Zeitleiste des Fraunhofer-Instituts allein durch Bewegungen und Gesten gesteuert werden.


Alles in allem war es ein aufschlussreicher Tag. Egal ob Usability-Neueinsteiger oder Routinier im Bereich Bedien- und Benutzerfreundlichkeit, für jeden war etwas dabei. Beim nächsten Mal sind die digiparden ganz bestimmt wieder anwesend!
Um ein paar visuelle Eindrücke zu vermitteln, haben wir eine Bildergalerie zusammengestellt. Ein großes Dankeschön an das Organisationsteam des Stuttgarter World Usability Day 2011 und Fotograf Gordon Koelmel, deren Bilder wir hierzeigen dürfen.

(download)

 

World Usability Day 2011 in Mannheim

Die digiparden waren in diesem Jahr auf zwei World Usability Day Veranstaltungen vertreten. In Mannheim stellte Wolfram seine Master-Thesis "Multiscreen Experience" und den Design Methoden Finder vor und besuchte und einige interessante Vorträge. Zur gleichen Zeit schauten sich Melanie und Florian in Stuttgart um und konnten ebenfalls viele Eindrücke gewinnen (siehe dazu separater Beitrag).

Media_httpdistilleryi_nuhci

 

Die 90 Sekunden Präsentation des Projekts "Multiscreen Experience":

 

Werbung für den und mit dem Design Methoden Finder... :-)

 

Zwei Vorträge fand ich besonders interessant. Zum einen den von Holger Eggert: "Storytelling und Magie! (Und was das mit erfolgreichen Projekten zu tun hat.)" – Inspirierende Gedanken und Ansichten zu den Themen Projekt- und Prozessmanagement. Interessante Methode: "The Target Principle", ab ca. 27:55 min.

 

Auch interessant war der Vortrag von Dr. Marcus Trapp (Fraunhofer IESE): "autoMOBILE". Er zeigt Beispiele und Anregungen wie sich mobile Geräte (vor allem Smartphones und Tablets) in das Ökosystem Auto integrieren lassen.


 

Alle Vorträge findet man gesammelt als Video auf der Website des World Usability Day Mannheim.

Die Diagonale – Konferenz für Universal Design Thinking

Michael und ich waren letzte Woche in Berlin auf der Design Thinking Konferenz Die Diagonale. Die Veranstaltung war super organisiert (speziell das stringente Erscheinungsbild hat uns sehr gut gefallen). Wir haben viele kompetente Gesprächspartner getroffen und bis auf eine reine Unternehmensvorstellung waren alle Vorträge interessant und inspirierend. Herzlichen Dank an die Organisatoren! Kann gut sein, dass wir nächstes Jahr wieder kommen... :-)

Media_httpdistilleryi_chuat

Die Diagonale wurde mit einem Nussknacker-Feldversuch gestartet (alle Teilnehmer konnten rund 60 unterschiedlichste Modelle testen und bewerten). Vormittags fanden die eigentlichen Vorträge rund um die Themen Design Thinking, Kreativität und Innovation statt. Nach dem Mittagessen wurden wir über den HTW-Campus (das ehemalige Gelände des Kabelwerks Oberspree) geführt und durften die Ausstellung "Du Tarzan, ich Jane" mit eröffnen.

In der verbleibenden Zeit erarbeiteten wir in mehreren Gruppen unterschiedliche Konzepte für barrierefreie Produkte. Mit gängigen Desigmethoden konnten wir Situationen und Gegebenheiten einschätzen und in die Konzepte einfließen lassen. Die Methode "Empathy Tools" (mehr Infos zu dieser und anderen Methoden im Design Methoden Finder) versetzt Testpersonen oder Researcher beispielsweise in die Lage der Zielgruppe, in dem durch "Anti-Hilfsmittel" wie Augenbinden oder "schlechte Schuhe" körperliche Beeinträchtigungen simmuliert und nachempfunden werden können. Vor dem abschließenden Get Together wurden die Projektergebnisse vorgestellt. Die eine oder andere Projektidee hätte durchaus Potential um weiter verfolgt zu werden... :-)

Ein paar Gedanken und Notizen zur Konferenz:

  • Kreativität ist schwer zu definieren (siehe Wikipedia)
  • Gesamtumsatz der Kreativbranche 2008: 128 Mrd. Euro
  • Design Thinking kümmert sich unter anderem um das "Problem" Kreavität beherrschbar zu machen.
  • Stichwort Schwarmintelligenz (Innovation)
  • Design (Definition): Planung und Gestaltung von Prozessen (und - aber nicht nur - Oberflächen)
  • Kreativität braucht ein bestimmtes Umfeld: Spielerische Freude, gedankliche Freiheit, flache Hierarchien, spontane Kommunikation
  • Grenzgänger gesucht: Impulsgeber, Perspektivwechsler, Moderatoren, Kommunikatoren. Ist das ein Aufgabengebiet für Designer?
  • Media Entrepreneurs (Werbespot von Axel Springer) - Witzig! :-)
  • "Design für Alle" bedeutet Design mit Blick auf menschliche Vielfalt, soziale Inklusion und Gleichstellung (EIDD Deklaration von Stockholm)
  • Begriffserklärung zu "Universal Design" (Design für Alle) auf www.idz.de 
  • Universal Design Thinking ist eine Philosophie des demokratischen Design Denkens. Details dazu in einer interessanten Präsentation (ähnlich zu der auf der Diagonale) von Prof. Katrin Hinz und Prof. Birgit Weller (PDF) 
  • Phoneme vs. Viseme (aktustische Wahrnehmung von Sprache vs. visuelle Wahrnehmung von Sprache durch die sichtbare Veränderung des Mundes beim Sprechen)
  • Global Map of Social Networking 2011 (PDF) 
  • Ein paar Stichworte dazu: Cosmopolitanism, Fragmentierung, Mem, Networks, Glocal 
  • "Digitale Welt und analoge Welt werden eins." [Benjamin Jorissen] 
  • Unterscheidung von interdisziplinären Teams und interkulturellen Teams. Je nach Projekt kann beides Sinn machen. Bei globalen Projekten sind interkulturelle Teams sinnvoll, weil sie Einblicke in alle Ziel- bzw. Dialoggruppen haben und somit global nutzerzentrierte Services ermöglichen. 
  • Gibt es Moral im Design? Was ist Gut oder Böse? Es Kommt drauf an was man damit macht (in Berlin gibt es eine interessante Ausstellung "Böse Dinge")

Bei Fragen zu den Notizen oder zum Artikel freuen wir uns über eine Nachricht...

Es gibt eine fotografische Dokumentation der Konferenz. Die sehenswerte Bildergalerie startet direkt mit einem Foto, das uns beim Nüsse knacken zeigt – schöne Metapher zum Thema "Design Thinking"... :-)

Eine Auswahl der Bilder zeigen wir mit freundlicher Genehmigung der Organisatoren hier im Blog. Die Fotos sind von Richard Kurc und Björn Schumann. Vielen Dank!

(download)

Die Präsentationen kann man sich auf Vimeo anschauen...

 

Sortieren eines UTF-8 kodierten Arrays nach seinen Werten

Die PHP Funktion asort kann auch mit UTF-8 Werten genutzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass in einem Array mit Textwerten, das richtige locale gesetzt ist. Zudem muss die Konstante SORT_LOCALE_STRING bei asort benutzt werden. Nun tritt dennoch ein Problem auf: Wenn die Textwerte UTF-8 kodiert sind, werden die Ergebnisse trotzdem single-byte sortiert, also z.B. ‘Ä’ aber auch ‘Ö’ kommen gleich nach dem ‘A’ weil diese Zeichen in UTF-8 mit zwei Zeichen kodiert sind wobei ‘Ã’ das erste davon ist. Um dies zu lösen sind zwei Wege möglich:

1. Weg: Locale mit Charset setzten

setlocale(LC_COLLATE, 'de_DE.UTF8', 'de.UTF8', 'DEU.UTF8', 'German_Germany.UTF8', 'German.UTF8'
    'de_DE.UTF-8', 'de.UTF-8', 'DEU.UTF-8', 'German_Germany.UTF-8', 'German.UTF-8');

Diese Methode ist systemabhängig und birgt ein gewisses Risiko, da in manchen Systemen die Locale nicht richtig gesetzt sind. Windows (als Server) unterstützt z.B. UTF-8 als Zeichenkodierung meist nicht (Windows benutzt WinCP, z.B. 1252).

2. Weg: Klasse ”Collate” benutzten

$coll = collator_create('de_DE');

Diese Lösung ist erst ab PHP 5.3.0 möglich und erfordert, dass die PHP-Extension php_intl installiert ist. Dies kann dann wie folgt geschehen:

$oldLocale = setlocale(LC_COLLATE, '0');

if (preg_match('/\\.utf-?8\\b/i', $oldLocale)) {
    # Alles richtig gesetzt
    asort($arrayToSort, SORT_LOCALE_STRING);
}
elseif (version_compare(PHP_VERSION, '5.3.0') < 1 && function_exists('collator_create')) {
    # Wir benutzten die Collator Klasse
    $coll = collator_create($oldLocale);
    collator_asort($coll, $arrayToSort, Collator::SORT_STRING);
}
else {
    # Wir versuchen locale mit Zeichenkodierung setzten
    $lang = preg_replace('/(?:\\.|\\@).*$/', '', $oldLocale);
    foreach (array('.UTF-8', '.utf-8', '.UTF8', '.utf8', '') as $enc)
        $locale[] = $lang . $enc;
    $newLocale = setlocale(LC_COLLATE, $locale);
    if (preg_match('/\\.utf-?8\\b/i', $newLocale)) {
        asort($arrayToSort, SORT_LOCALE_STRING);
        setlocale(LC_COLLATE, $oldLocale);
    }
    else {
        // An diesem Systerm funktioniert es nicht :(
        // Es bleibt nichts Anderes übrig als User-function zu schreiben
        // und 'usort'/'uasort' zu benutzen
    }

}